Schalldruck und Schalldruckpegel: Unterschiede verstehen und irreführende Angaben erkennen

Schalldruckpegel Lp
Schalldruckpegel Lp

Was ist der Schalldruck und der Schalldruckpegel (Lp)?

Der **Schalldruckpegel (SPL)**, auch bekannt als Schallwechseldruck, wird in Pascal gemessen und gibt an, wie hoch der Druck ist, den eine Lärmquelle in einem festgelegten Abstand zum Messgerät oder zum menschlichen Ohr erzeugt. Es besteht oft Verwirrung zwischen **Schallleistung** und **Schalldruck**, mit der Hersteller und Anbieter von beispielsweise Kompressoren gerne spielen. Unseriöse Verkäufer tendieren dazu, den niedrigen Schalldruckpegel ihrer Geräte zu bewerben, anstatt den tatsächlichen Schallleistungspegel hervorzuheben.

Der Schalldruckpegel LpA beschreibt, wie laut ein Gerät aus einer bestimmten Entfernung wahrgenommen wird, während der Schallleistungspegel LwA angibt, wie laut das Gerät direkt am Standort seiner Aufstellung ist.

Irreführung der Händler mit den Begriffen Schall-Druck und Schall-Leistung

Der kompakte Kompressor von Michelin weckte mein Interesse. Mit einem maximalen Druck von 8 bar, einem 6-Liter-Kessel, einem Gewicht von 10 Kilogramm und einem angegebenen Geräuschpegel von 68 Dezibel schien er genau das zu sein, was ich suchte. Allerdings sind Begriffe wie „Geräuschpegel“ oder „Lautstärke“ oft wenig aussagekräftig und können sogar irreführend sein. Lautstärke ist eine subjektive Wahrnehmung; so nimmt beispielsweise eine gehörlose Person Geräusche ganz anders wahr als jemand mit normalem Gehör. Der neue Kompressor von Michelin hat einen tatsächlichen Schallleistungspegel von 90 dB, was ihn nahezu so laut wie meinen alten Kompressor macht, trotz der irreführenden Angabe von nur „68 dB“.

Händler geben häufig einen niedrigeren Schalldruckpegel (Lp) in Dezibel (dB) an, während der tatsächliche Lärmpegel (LwA) deutlich höher ist.

Entspricht der Schalldruck der Lautstärke?

Der Schalldruckpegel, häufig als Schallpegel bezeichnet, ist ein wesentliches Maß zur Bewertung und Quantifizierung der Lautstärke von Schallquellen. Er beschreibt das Verhältnis des Schalldrucks (Amplitude) einer Geräuschquelle zum Referenzpegel von **0 dB**. Dieser Bezugspegel, 0 dB, entspricht einem Grundschalldruck (p0) von 20 Mikropascal (µPa), was etwa 2/100.000 Pascal oder einem Zweihunderttausendstel Pascal entspricht. Dieser Grundschalldruck markiert die Hörschwelle für das menschliche Gehör (0 dB = Hörschwelle). Das bedeutet, dass Geräusche mit einem Schalldruck unter 20 µPa für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind.

Besucher: 111 / IP: 216.73.216.38