Sperrholz-Platten Laserschneiden

Sperrholz-Platten

Sperrholz ist ein hochwertiger Holzwerkstoff, der für seine hohe Festigkeit und Stabilität bekannt ist. Dieses vielseitige Material findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, darunter das Bauwesen, die Möbelindustrie sowie der Modellbau. Sperrholz wird aus mindestens drei miteinander verleimten und verpressten Holzschichten hergestellt. Die einzelnen Schichten bestehen aus Holzfurnier, die abwechselnd miteinander verklebt werden. Dabei stehen die Faserrichtungen der aufeinanderfolgenden Schichten im rechten Winkel zueinander. Diese Anordnung der Holzschichten sorgt dafür, dass sie sich gegenseitig in ihrem Bewegungsverhalten blockieren, was zur Bezeichnung „Sperrholz“ führt. Die Schichten des Sperrholzes können sowohl aus Massivholzplatten, Stäben als auch aus anderen Holzwerkstoffen bestehen.

Furniersperrholz

Furniersperrholz, auch bekannt als Furnierplatte oder Sperrholzplatte, setzt sich aus einer ungeraden Anzahl von Furnierschichten zusammen. Dabei wird die mittlere Furnierlage quer und symmetrisch verleimt. Eine Platte, die eine Dicke von mehr als 12 mm aufweist und mindestens fünf Schichten enthält, bezeichnet man als **Multiplex-Platte**.

Stabssperrholz, Stäbchensperrholz

Stabssperrholz, auch bekannt als Stäbchensperrholz oder Tischlerplatte, ist eine Form von Sperrholz, die sich durch eine relativ dicke Mittellage aus gesägten Vollholzleisten auszeichnet. Diese Mittellage wird von dünnen Furnierlagen, die nur wenige Millimeter stark sind, an den Außenseiten umgeben.

Brettsperrholz

Brettsperrholz, auch bekannt als Kreuzlagenholz, setzt sich aus mehreren kreuzweise verleimten Brettlagen oder Massivholztafeln zusammen. Baukonstruktionen aus Brettsperrholz gehören zu den Massivholzbauweisen und zeichnen sich durch ihre hohe Stabilität und Umweltfreundlichkeit aus.

Verleimung, Einsatzbereich und Qualität

  • EN 314-1 (Klasse 1): Geeignet für den Trockenbereich ohne Gefahr der Feuchte- oder Wasserexposition
    • Einsatzbereich: EN 636-1G (IF 20): nicht tragend, trocken
    • Oberflächenqualität A: In den Decklagen astfrei, minimale Farbeinläufe möglich

  • EN 314-2 (Klasse 2): Geeignet für den Feuchtbereich
    • Einsatzbereich: EN 636-2G (IW 67, A 100): nicht tragend, feucht
    • Oberflächenqualität AB: In den Decklagen astfrei, Farbeinläufe möglich. Wenige gesund verwachsene Äste sind möglich, aber selten.

  • EN 314-3 (Klasse 3) Geeignet für den Außenbereich
    • Einsatzbereich: EN 636-3G (A 100G): nicht tragend, außen
    • Oberflächenqualität B: Kleine, nicht ausgefallene und fest verwachsene Äste möglich. Farbeinläufe und Astlöcher bis 8 mm sowie Kittstellen erlaubt

  • A (A 100)-Verleimung ist beständig gegen die Einwirkung von kaltem und heißem Wasser (begrenzt wetterbeständig)
    • Einsatzbereich: EN 636-1S (BFU20): tragend, trocken
    • Oberflächenqualität S: Punktäste, gesunde verwachsene Äste und Astlöcher sind bis zu einem Einzeldurchmesser von 20 mm erlaubt. Sonstige Äste und ausgeflickte Astlöcher sind bis zu einem Einzeldurchmesser von 10 mm erlaubt.

  • BFU 100 – Wetterbeständig verleimtes Baufurniersperrholz, nach DIN 68705 Teil 3
    • Einsatzbereich: EN 636-2S: tragend, feucht.
    • Oberflächenqualität BB: Sperrholz mit Ästen, ausgefallenen oder gespachtelten Ästen. Farbverläufe sind erlaubt. Astlöcher bis 15 mm und Kittstellen erlaubt

  • BFU 100G – Wetterbeständig verleimtes Baufurniersperrholz mit einem geprüften Holzschutzmittel geschützt gegen holz zerstörende Pilze
    • Einsatzbereich: EN636-3S: tragend, außen
    • Oberflächenqualität E: fehlerfrei, keine Äste, Risse oder Harzgallen, entspricht A

  • BFU 20 – Nicht wetterbeständig verleimtes Baufurniersperrholz nach DIN 68705 Teil 3
    • Einsatzbereich: IF 20 – Geeignet für den Trockenbereich ohne Gefahr der Feuchte- oder Wasserexposition
    • Oberflächenqualität I: entspricht B

  • IW 67 – Verleimung ist beständig in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit und gegen Berührung mit Wasser bis 67°(nicht wetterbeständig)
    • Oberflächenqualität II: entspricht S

Laserschneiden von Sperrholz-Platten

Sperrholz kann problemlos mit einem Laser geschnitten werden, solange bestimmte Dickengrenzen nicht überschritten werden, die je nach Laserschneidanlage variieren können. Die Qualität der Laserschnitte wird maßgeblich durch das Holz selbst sowie die **Verleimung** der einzelnen Furnierlagen beeinflusst. **Harthölzer** wie Buche sind hierbei schwieriger zu schneiden als weichere Holzarten wie Pappel oder Fichte. Auch unterschiedliche Verleimungen können die Schneidqualität der Laserschnitte beeinträchtigen. Im Hobbybereich ist es möglich, Sperrholzplatten mit einer Dicke von bis zu 8 mm (bei Weichhölzern) mit Desktop-Diodenlasern zu schneiden. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Laserschneider mehrere Durchgänge benötigen und eine Absauganlage zum Abführen gesundheitsschädlicher Gase dringend empfohlen wird. Astlöcher können das Schneiden mit einem Laser, unabhängig davon, ob es sich um einen Dioden- oder CO2-Laser handelt, erheblich erschweren. Daher ist es ratsam, bei dem Wunsch nach präzisen und sauberen Schnitten auf die Qualität des verwendeten Sperrholzes zu achten.

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