
Was kann der Raspberry Pi?
Der Raspberry Pi ist ein kompakter Einplatinencomputer im Kreditkartenformat, der Anfang 2012 von der britischen Raspberry Pi Foundation entwickelt wurde. Dieser Computer basiert auf einem Ein-Chip-System (SoC) von Broadcom und ist mit einer ARM-CPU ausgestattet. Die Raspberry Pi Foundation konzipierte dieses preisgünstige Gerät, um jungen Menschen den Zugang zur Computerprogrammierung und Hardwareentwicklung zu erleichtern. Je nach Modell liegt der Verkaufspreis zwischen etwa 5 und 100 Euro. Der Raspberry Pi hat sich seit seiner Einführung als äußerst erfolgreich erwiesen und zählt mittlerweile über 45 Millionen verkaufte Einheiten (Stand Februar 2022), was ihn zum meistverkauften britischen Computer macht. Zudem gibt es eine Vielzahl von Zubehör und Software, die für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung stehen. Besonders beliebt ist der Raspberry Pi 4, der häufig als Mediacenter genutzt wird. Dieser Einplatinencomputer kann Videodaten im H.264-Codec in voller HD-Auflösung (1080p) sowie HEVC-Video mit 4K-Auflösung dekodieren und über die HDMI-Schnittstelle ausgeben.
Betriebssystem und Boot-Vorgang
In der Regel werden für den Raspberry Pi vorwiegend grafische Linux-Distributionen mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche eingesetzt. Ab dem Raspberry Pi 2 Model B wird zudem Windows 10 in einer speziellen Version für das Internet der Dinge unterstützt, die keine grafische Benutzeroberfläche bietet. Der Bootvorgang erfolgt von einer SD-Karte. Bei Modellen, die ab dem Jahr 2016 (BCM2837, BCM2711) eingeführt wurden, besteht zusätzlich die Möglichkeit, von einem USB-Massenspeicher oder über das Netzwerk zu starten. Allerdings ist eine native Schnittstelle für Festplattenlaufwerke derzeit nicht verfügbar.
Alternativen zum Raspberry Pi – Arduino?
Häufig wird der Raspberry Pi mit dem Arduino verglichen, wobei es wichtig ist, die grundlegenden Unterschiede zwischen diesen beiden Technologien zu beachten. Der Arduino ist ein Mikrocontroller, während der Raspberry Pi als Einplatinencomputer fungiert – essentially ein kompakter, vollwertiger Computer, der über ein Betriebssystem verfügt und zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für Peripheriegeräte wie Mäuse, Tastaturen und Monitore bietet. Im Gegensatz dazu besitzt der Arduino keine derartigen Schnittstellen. Er fungiert als hochspezialisiertes Steuersystem, bei dem die Ausgänge je nach vorher festgelegter Programmierung und in Abhängigkeit von den Eingaben reagieren. Dies ermöglicht die automatisierte Steuerung spezifischer Abläufe, wie beispielsweise die Bedienung eines 3D-Druckers oder eines Lasergravurgeräts.