
Für den schmalen Geldbeutel gibt es derzeit verschiedene kostengünstige und praktische Lösungen. Lasercutter und Gravurgeräte aus China sind bereits ab 200 bis 400 Euro erhältlich. Allerdings handelt es sich dabei oft um technisch fragwürdige Geräte oder Bastelobjekte für Hobbyisten. Interessanterweise ist China der einzige Ort, an dem diese „Günstig-Laser“ hergestellt und verkauft werden. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass in dem technologisch fortgeschrittenen China Normen und Sicherheitszertifikate oft ignoriert werden. In jedem anderen hochentwickelten Land wäre der Verkauf solcher Produkte wohl unzulässig.
Laser im Preissegment von 200 bis 400 Euro
In diesem Preissegment gibt es keinen „perfekten“ Laser. In Bezug auf die Leistung ist ein 40 Watt CO2-Laser die optimale Wahl. Gut kalibriert ermöglicht er das zügige Schneiden von 5 mm starkem Sperrholz sowie 5 mm dickem Plexi- und Acrylglas. Allerdings bringt er mit einem Gewicht von rund 26 Kilogramm und einer Grundfläche von 860 cm x 581 cm erhebliche Maße mit sich, weshalb er sich nicht für den Einsatz auf einem Schreibtisch eignet. Zudem ist ein Wassereimer für die Kühlung der Laserröhre und eine geeignete Abluftvorrichtung notwendig.
Laserschneidmaschinen, die mit einer Laserdiode zur Strahlerzeugung arbeiten, bieten zwar kompakte Bauweisen und benötigen keine gefährlich hohe Betriebsspannung, können jedoch im unteren Preissegment nicht mit der Leistung von CO2-Lasern mithalten.
Diese kostengünstigen Diodenlaser sind häufig nur für Hobbyisten geeignet. Es fehlt nicht nur an einem schützenden Gehäuse, sondern auch an sicheren Schutzschaltern oder einem Gebläse, das das Verbrennen entflammbarer Materialien verhindert. Zudem ist den meisten Nutzern nicht bewusst, welche Laserdioden tatsächlich in diesen Geräten verbaut sind. Berichten zufolge werden beispielsweise 7-Watt-Laserdioden einfach mit einer höheren Spannung betrieben, um eine Ausgangsleistung von 15 oder 20 Watt zu erreichen. Dies hat zur Folge, dass sie eher durchbrennen, als man erwarten würde. Darüber hinaus kondensieren Gase, die während des Schneidprozesses aufsteigen, an der Fokussierlinse und führen im Laufe der Zeit dazu, dass diese unbrauchbar wird.
Laser im Preissegment von 3.000 bis 4.000 Euro
Einige Unternehmen haben das Potenzial von Lasertechnologien erkannt, die Schwächen chinesischer Produkte analysiert und eigene Laser-Cutter sowie Graviermaschinen entwickelt. Sie haben robuste Gehäuse um präzise Linearführungen konstruiert, verschiedene Luftfilter integriert, effektive Absauganlagen entworfen und zahlreiche durchdachte Zusatzfunktionen implementiert.
An dieser Stelle sollte der „Emblaser 2“ erwähnt werden, ein Diodenlaser von Darkly Labs. Dieser Desktop-Laserschneider fungiert zudem als Lasergraviergerät und zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise aus. Der Fokus liegt hierbei auf Sicherheit und Zuverlässigkeit. Obwohl der Emblaser 2 mit einer Laserdiode von lediglich 5 Watt ausgestattet ist, übertrifft er in der Leistung viele chinesische Anbieter, die oft die optische Leistung ihrer Desktop-Laser mit 20 Watt angeben. Besonders hervorzuheben ist die innovative Funktion, die erkennt, wenn Materialien entzündet werden, und den Brennvorgang automatisch stoppt. Mit einem Preis von etwa 2.990 Euro ist dieser Lasercutter jedoch kein Schnäppchen für gelegentliche Hobbybastler.
Der zweite Kandidat in dieser Preisklasse ist der „Mr. Beam II Dreamcut“ Desktop-Lasercutter. Mit einem Preis von etwa 3.500 Euro ist er zwar nicht ganz so günstig und auch nicht so stilvoll wie der Emblaser 2, doch bietet er dafür zahlreiche überzeugende Vorteile.
Fazit
Für diejenigen, für die Geld bei ihrem Hobby keine entscheidende Rolle spielt oder die einen Laserschneider für gewerbliche Kleinproduktionen benötigen, lohnt sich die Investition in ein Gerät ab etwa 3.000 Euro. Diese Modelle sind speziell für den Einsatz am Schreibtisch konzipiert und ermöglichen es, sofort mit der Arbeit zu beginnen, ohne umfangreiche Fachkenntnisse oder eine lange Einarbeitungszeit in die Technik. Ambitionierte Bastler mit einem gewissen Know-how hingegen entscheiden sich häufig für kostengünstigere Ausgangsmodelle, wie beispielsweise China-Laser, und rüsten diese entsprechend auf.