
Sie können eine Vielzahl von Materialien bearbeiten, bei denen zuvor unterschiedliche Werkzeuge erforderlich waren. Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode ist die kontaktlose Bearbeitung, da das Werkstück nicht eingespannt werden muss. Zudem entfällt das mühsame Anreißen von Schnittkanten oder Bohrmarkierungen. Selbst kompakte Lasergeräte sind in der Lage, dickere Materialien zu schneiden, indem sie die Schnittkanten in mehreren Durchläufen bearbeiten. Eine hochwertige Lasersoftware automatisiert diesen Prozess effizient. Das entscheidende Element ist die Fokussierbarkeit des erzeugten Lichtstrahls. Ein präzise fokussierter Laserstrahl kann mit nur der halben Leistung doppelt so starkes Sperrholz schneiden im Vergleich zu einer 20-Watt-Laserdiode mit einem schlitzförmigen Fokus. Ein kleiner Nachteil des Laserschneidens ist, dass einige Materialien dazu neigen, sich zu entzünden. Dieses Problem lässt sich jedoch durch einen kleinen Ventilator beheben, der die heißen Gase vom Material wegbläst.
Holz
Bisher wurde Sperrholz entweder mit einer Stichsäge oder, in jüngerer Zeit, mit einer kleinen CNC-Fräsmaschine bearbeitet. Bei der Verwendung einer Stichsäge war es erforderlich, das Schnittmuster zunächst auf das Sperrholz zu übertragen. Dies geschah oft mit einem Bleistift oder durch das Aufkleben einer Papierschablone. Beide Methoden waren jedoch unpraktisch, da sich das aufgeklebte Papier schnell bei jedem Sägenschnitt löste. Heute übernimmt ein Lasercutter diese Arbeit. Er kann das Sperrholz direkt aus einer Datei präzise zuschneiden, ohne dass Ungenauigkeiten befürchtet werden müssen.
Textilien
Vor Kurzem beschäftigte ich mich mit dem Schnittmuster für eine Mund-Nasen-Maske. Dabei stellte sich mir die Frage: Wie kann ich als Anfänger das Schnittmuster präzise auf das Textil übertragen? Besitze ich überhaupt eine geeignete Schere, oder muss ich mir möglicherweise eine spezielle Textilschere anschaffen? Letztlich stellte sich heraus, dass ich investieren musste. Mit meiner herkömmlichen Schere ließ sich kein sauberen Schnitt erzielen. Und auch der nächste Schritt, das Übertragen des Schnittmusters auf den Stoff, erwies sich als herausfordernd. Die Lösung gestaltete sich einfach: Ein Laserwerkzeug brachte schnellen Erfolg. Der sorgfältig gebügelte Stoff wurde unter den Diodenlaser (aus China) platziert. Mithilfe eines Grafikprogramms übermittelte ich das Schnittmuster an die dazugehörige Laser-Software – und das Ergebnis war makellos. Selbst dicker Jeansstoff ließ sich mit meinem 20-Watt-Laser mühelos durchtrennen. Zudem ist es möglich, mehrere Lagen unterschiedlicher Stoffarten gleichzeitig zu schneiden.
Plastik und PVC-Folie
Zu Beginn der Corona-Krise hatte ich ernsthafte Bedenken, dass sich die Situation sehr schnell negativ entwickeln könnte. Geschäfte mussten schließen, Tankstellen waren unbesetzt, und Versorgungsengpässe schienen unausweichlich. In einigen Fällen trat dies tatsächlich ein. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte ich die Idee eines mobilen Desinfektionsmittel-Zerstäubers, der am Schlüsselband befestigt werden kann. Es handelt sich um einen kompakten 50 ml-Zerstäuber, der nicht in der Hosen- oder Rucksacktasche verstaut werden muss, was zur Kontamination meiner Kleidung führen könnte. Die Lösung fand ich in einer Lasche aus PVC, die mit einer Niete den Hals des Zerstäubers mit dem Karabiner eines Schlüsselbands verbindet. Allerdings stand ich vor der Herausforderung, die 0,35 mm starke PP-Folie sauber zuzuschneiden. Ein Brother Plotter erwies sich in dieser Hinsicht als ungeeignet, da die Klebematte nach mehreren Durchgängen versagte. Die Lösung bestand darin, die Laschen mit einem Laser auszuschneiden, was sich als äußerst effektiv herausstellte.
Handyhüllen aus weichem Material: Kork, Moosgummi, Filz und Ähnliches
Das Gravieren von Pokalen, Namensschildern und anderen festen Materialien stellt für herkömmliche Gravurmaschinen kein Problem dar. Bei Leder oder Moosgummi hingegen ist die Verwendung eines Lasergravierers empfehlenswert. Ein geeigneter Laserstrahl arbeitet berührungslos und dringt durch das Material, um es präzise zu gravieren oder zu schneiden. Beim Gravieren von Smartphonehüllen sollte auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden, da die verwendeten Materialien häufig giftige Stoffe enthalten, die während des Verbrennungsprozesses in die Atemluft gelangen können.
Glas
Das Schneiden von Glas ist nicht möglich, da es dabei zerbrechen würde. Allerdings sind sie in der Lage, Glas hervorragend zu gravieren. Durch den Einsatz eines weniger leistungsstarken Diodenlasers können sie die Glasoberfläche mit schwarzem Nagellack beschichten, um zu verhindern, dass der Laserstrahl wirkungslos durch das Material hindurchtritt.
Metall
Mit diesen Lasern ist es zwar nicht möglich, Metalle zu schneiden, jedoch können sie graviert werden. Um die Gravur zu ermöglichen, sollten Sie die Metalloberfläche mit Ruß behandeln, da dies die Reflexion des Laserstrahls verhindert.